
Der Bandai WonderSwan Color ist am 9. Dezember 2000 in Japan erschienen – als farbige Weiterentwicklung des monochromen WonderSwan von 1999. Die WonderSwan-Reihe geht auf Gunpei Yokoi zurück, den Erfinder des Nintendo Game Boy, der 1996 Nintendo verließ und mit seiner neu gegründeten Firma Koto Laboratory gemeinsam mit Bandai einen eigenen Konkurrenten zum Game Boy schuf. Yokoi kam allerdings bereits 1997 bei einem Verkehrsunfall ums Leben und erlebte weder den Marktstart des ersten WonderSwan noch den des Color-Modells.
Der Handheld verfügt über zwei Steuerkreuze, sodass einige Spiele auch im Querformat gespielt werden konnten – ein für die damalige Zeit ungewöhnliches Bedienkonzept. Besonders war zudem das Entwicklungssystem WonderWitch, das auch Privatpersonen offiziell zugänglich war und eigene Homebrew-Programmierung ermöglichte – ein Novum unter den Konsolenherstellern jener Zeit.
Trotz guter technischer Voraussetzungen (u. a. längere Akkulaufzeit als bei der Konkurrenz) konnte sich die WonderSwan-Reihe gegen Nintendos Game Boy Color und später die Game Boy Advance nicht durchsetzen und blieb auf den japanischen Markt beschränkt. Der Nachfolger war der WonderSwan Crystal (offiziell “SwanCrystal”), der 2002 erschien und über ein aktives TFT-Display mit Hintergrundbeleuchtung verfügte.
Ausstellungsstück
Da in Europa wenige Spiele verfügbar sind, wird zum Laden das WonderSwan Flashmasta verwendet
| Hersteller: | Bandai |
| Modell: | WonderSwan Color |
| Herkunft: | Japan |
| Erscheinungsjahr: | 1999 |
| Produktionsende: | 2003 |
| Stückzahl: | 3.500.000 (alle Modelle) |
| Prozessor: | NEC V30 MZ |
| Taktfrequenz: | 3,072 MHz |
| RAM: | 64KByte VRAM/WRAM (Shared Memory) |
| Farben: | 4096 Farben, 2 Hardwarelayer mit je 4 oder 16 Farben pro Grafikteil (8×8 Pixel), max. 128 Sprites |
| Anzeigemodi: | 224×144 Pixel |
| Sound: | 4 PCM Kanäle |
| Laufwerk: | Modul max. 16MByte (128MBit) |