
Das VCS dürfte für viele die erste Berührung mit Videospielen gewesen sein, denn dieses System schaffte es, Spiele aus den Spielhallen in die Wohnzimmer zu bringen. Unter den rund 450 eigenständigen Titeln, die für die Konsole erschienen, befanden sich fast alle Klassiker der Arcadeautomaten: Space Invaders, Pac-Man, Burger Time usw.
Allerdings war das VCS auch für den großen Videospielecrash im Jahr 1983 mit verantwortlich, da jegliche Qualitätskontrolle für die Spiele fehlte und jeder Mist auf den Markt geworfen wurde.
Ausstellungsstück
Die Konsole in der Ausstellung ist aus dem Jahr 1982 – die Version “Darth Vader”. Für ein besseres Bild wurde diese mit einem AV-Ausgang aufgerüstet.
| Hersteller: | Atari |
| Modell: | VCS 2600 (ursprünglich “Video Computer System”) |
| Herkunft: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1977 |
| Produktionsende: | 1992 |
| Stückzahl: | ca. 30.000.000 |
| Prozessor: | MOS 6507 (reduzierte Version des 6502) |
| Taktfrequenz: | 1,19 MHz (NTSC) / 1,18 MHz (PAL) |
| RAM: | 128 Byte |
| Grafikchip/Soundchip | Television Interface Adapter (TIA) |
| Farben: | 128 Farben (NTSC), davon max. 4 gleichzeitig darstellbar (2 Spieler-Sprites + Hintergrund/Spielfeld) |
| Anzeigemodi: | max. Auflösung 160×192 Pixel (kein festes Video-RAM, Grafik wird zeilenweise “on the fly” erzeugt) |
| Sound: | 2 Kanäle über TIA |
| Laufwerk: | Steckmodule (max. 4 KB ROM ohne Bankswitching, bis 64 KB mit) |
| I/O: | 2× Controller (9-poliger Anschluss) TV (RF-Ausgang) Netzteil |