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Simbacher Computer Museum

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Atari Jaguar

Atari Jaguar mit Jag-CD
Atari Jaguar mit Jag-CD

Die letzte von Atari gebaute Videospielkonsole, der Atari Jaguar, mit dem Motorola-Prozessor MC68000 als “Manager”, wurde zum Flop: Je nach Quelle wurden zwischen unter 150.000 und rund 250.000 Geräte verkauft. Für das Modul erschienen offiziell rund 50 bis über 100 Spiele (Angaben schwanken je nach Quelle und Zeitraum) – die Bandbreite reichte von PC-Ports über einzelne Klassiker (z. B. Tempest 2000, Alien vs. Predator) bis zu schwachen Titeln.

Beworben wurde die Konsole als “64-Bit” – gemeint war damit der 64-Bit-Datenbus zwischen den beiden Spezialchips Tom und Jerry und dem RAM. Tom und Jerry selbst waren aber 32-Bit-RISC-Prozessoren, und der mitgelieferte Motorola 68000 war ein klassischer 16/32-Bit-Chip. Zusätzlich erschwerten diverse Hardwarebugs (u. a. im Memory-Controller) die Entwicklung, sodass viele Fehler erst spät behoben wurden.

Nach langer Ankündigung kam im September 1995 das Jaguar-CD-Laufwerk heraus, konnte den Niedergang der Konsole aber nicht mehr aufhalten.

Ausstellungsstück
Dieser Jaguar hat einen 50/60-Hz Umschalter. Homebrew-Spiele können mit einem Skunkboard oder dem Jaguar Game Drive verwendet werden

Hersteller:Atari
Modell:Jaguar
Herkunft:USA
Erscheinungsjahr:1993
Produktionsende:1994
Stückzahl:150.000
Prozessor:Motorola 68000
Taktfrequenz:13,3 MHz
RAM:2 MByte
Grafikchip:Tom: 32-Bit-RISC-Grafikprozessor (GPU) mit 4 KB internem Cache, dazu ein Object Processor (64-Bit RISC) und ein Blitter (64-Bit RISC) für schnelle Grafikoperationen, Z-Buffering und Gouraud-Shading, getaktet mit 26,59 MHz.
Farben:Farbtiefe: bis 24-Bit
Farbpalette: 16,7 Million
Anzeigemodi:variabel bis 680×450
Soundchip:Jerry: ebenfalls 32-Bit-RISC mit 8 KB internem Cache
Sound:D-Qualitäts-Stereosound (zwei DACs), Wavetable-, FM- und AM-Synthese
Laufwerk:Modul
CD-ROM
I/O:2 x Joystick
RF-Ausgang (Antenne)
S-Video/RGB Ausgang
1 x DSP
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